Close

Projekt Grundsteuer 2022 erfolgreich mit Taskforce umsetzen – aber wie?

Sandra Weith-Höinghaus
Sandra Weith-Höinghaus
Grundsteuer 2022 umsetzen taskforce

Die neue Grundsteuer 2022 ist ein Hauptthema der Steuerberatenden in diesem Jahr. Was benötigst du jetzt für deine Steuerkanzlei, um die Grundsteuerreform dieses Jahr meistern zu können? Wie kann eine “Taskforce Grundsteuer” dabei helfen? Und was solltest du dabei unbedingt beachten? 🤔

 

Taskforce Grundsteuer

 

Ihr solltet im Team zunächst die künftig zuständigen Personen ermitteln – es muss nicht jede*r in der Kanzlei Grundsteuerfälle bearbeiten. Ein geordnetes und geplantes Vorgehen ist hier immer effizienter. Bündele diese Aufgabe also bei den Mitarbeitenden, die dafür am besten geeignet sind und die Aufgabe gerne übernehmen wollen.

 

Wenn dein Team gerade bis über beide Ohren noch in Überbrückungshilfen und Jahresabschlüssen steckt, könnt ihr euch auch externe Hilfe holen. Als nächstes solltest du einen Plan machen: Allgemeines Vorgehen, Zeitschiene, Honorar etc..

Informiere deine Mandant*innen!
Informiere deine Mandant*innen rechtzeitig und signalisiere ihnen, dass deine Kanzlei sich mit der Grundsteuer beschäftigt und sie hier nicht alleine lässt. Es gibt eine Menge Vorlagen für einfache und gute Infoanschreiben (nicht zu lang, Fachausdrücke vermeiden).

❌ In Berlin und Hamburg sowie Hessen informieren die Landesverwaltungen die Bürger*innen z. B. überhaupt nicht. Diese sind auf Infos ihrer Steuerkanzlei angewiesen.

 

✅ Klar, die Mandant*innen können sich natürlich auch im Internet oder bei Hausverwaltungen dazu informieren, fänden es aber sicher schöner, wenn sie von ihrer Kanzlei eine Info per Mail bekommen, in der es schon erste Vorschläge zum Ablauf gibt.

 

Fortbildung der Mitarbeitenden

 

Das Grundsteuer-Team sollte jetzt gezielt Fortbildungen/Webinare zum Thema angehen und Infos einsammeln. Während der Webinare gibt es jede Menge Infos und Hilfestellungen.

 

Software für Grundsteuer

 

🤔 Welche Software willst du verwenden? Überlegt, ob es eine lokal installierte Anwendung auf dem eigenen Server sein soll oder lieber gleich eine Cloudlösung, an der ortsunabhängig kollaborativ – auch ggf. mit externen Personen – gearbeitet werden kann.

 

❗️ Bedenke dabei: Alle Lösungen sind noch relativ neu, erwarte nicht die „eierlegende Wollmilchsau“, die sofort alles komplett automatisiert und perfekt erledigt. Es wird diverse Service-Releases und Updates geben und vermutlich eine Menge Rückfragen und Klärungsbedarf.

 

Eine Übersicht aller Lösungen gibt es hier.

Taxpunk listet hier weitere Tools & Anbieter auf, die bei der Grundsteuer weiterhelfen.

Suche dir die Lösung aus, mit der du dir vorstellen kannst, gut zurecht zu kommen und starte einfach! Schließe einen Auftragsverarbeitungs-Vertrag (AVV) mit dem Software-Anbieter ab.

Workflow zur Grundsteuer festlegen

 

Du solltest einen geeigneten Ablauf für die anfallenden Tätigkeitsschritte, also einen Workflow für Grundsteuer aufsetzen.

 

💡 Beispielhafte Überlegungen: Infos/Anschreiben, Vollmachten einholen, Vereinbarungen mit Mandant*innen vorbereiten, Stammdaten Datev für Upload vorbereiten, Unterlagen und Auskünfte sammeln, Ablage (DMS Workflow) festlegen, ggf. Termine mit Mandant*innen planen, Zeitpläne im Team (Juli bis September ist üblicherweise auch noch Urlaubszeit!), Bescheidprüfung (Feststellungsbescheid und Grundsteuerbescheid) planen etc..

 

❗️ Im besten Fall enthält die Software deiner Wahl schon eine Vorlage für den Workflow. Dann musst du diesen nicht selber erarbeiten. Für Datev #ProCheck gibt es ebenfalls geeignete Workflows/Prozessmodelle. Die Softwarelösungen wie Optitax, SmartGrundsteuer, GrundsteuerDigital etc. bieten umfangreiche Infotheken an.

Beachte: Ein ungeplanter Workflow wird schnell den Deckungsbeitrag gnadenlos vernichten oder deine Preise so in die Höhe treiben, dass die Mandant*innen unzufrieden werden. Lege also unbedingt im Vorhinein einen guten Workflow über den gesamten Prozess fest.

Welche möglichen Hindernisse gibt es bei der Grundsteuer?

 

❗️ Je nach Bewertungsmodell sind neben Grundbuchangaben auch Angaben wie die Bruttogrundfläche oder die Nutz- bzw. Wohnfläche der Gebäude gefordert. Nicht alle Mandant*innen können dir spontan ihre Daten vollständig liefern.

 

Im besten Fall ergeben sich diese Daten aus Kaufverträgen. Unter Umständen, z. B. bei Altgebäuden muss zur Ermittlung jedoch ggf. ein Sachverständiger eingeschaltet werden.

 

⏳ Nach jetziger Lage hast du nur bis Ende Oktober Zeit, die Feststellungserklärung zu senden. Die entsprechenden Sachverständigen, die diese Aufträge übernehmen, werden sich spätestens ab Mai vermutlich vor Aufträgen nicht mehr retten können. Warte also nicht zu lange!

 

Honorar: Was darf die Grundsteuererklärung bei mir kosten?

 

💰 Hier gibt es viele Kolleg*innen, die schon gute Ideen haben, von der x/20stel Lösung, über die Festlegung von 200,- € – 500,- € – 1.000,- € Pauschale bis hin zu: Erstmal die Fälle der eigenen Kanzlei-Mitarbeitenden durchspielen als Test und hieran üben, wie lange der Vorgang dauert, um danach ein Festhonorar zu ermitteln.

 

🏠 Bei Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern dürften in der Regel keine großen Probleme bei der Deklaration auftauchen, bei anderen Gebäuden schon. Und immer im Hinterkopf: Wenn du nach einigen Fällen feststellst, dass das Modell des Honorars nicht passt, kannst du immer noch nachjustieren. Niemand sagt, dass du das Honorarmodell nicht ändern darfst.

 

Es ist dringend: Nicht mit der Grundsteuererklärung zögern

 

👉  Gerne helfen wir dir dabei, die neue Grundsteuer in eurer Kanzlei umzusetzen! In der Infobox kannst du einen unverbindlichen Termin mit uns vereinbaren – wir freuen uns auf dich!

Planst du weitere Schritte zu GoBD, Grundsteuer und Digitalisierung?
Lasse dich von uns bei einer kostenlosen Erstberatung informieren!

Weitere Beiträge

klimaneutralitaet-mitarbeiter-vorteil
Gastbeitrag

Klimaneutralität als Mitarbeiter*innen Benefit

Nachhaltigkeit bestimmt in Zeiten des Fachkräftemangels den Bewerbungsprozess und die Mitarbeiterfluktuation deutlich mit. Wie wird Klimaneutralität innerhalb des Betriebes erreicht und warum sollte sie als Mitarbeiter*innen Benefit zur Anwendung gebracht werden? Ein Gastbeitrag von Jannis Possekel (Co-Founder Clime).

Hier weiterlesen