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Gastbeitrag: Den CO2 Ausstoß verringern – Freiwilligkeit oder Notwendigkeit?

Daniela Schneider
Daniela Schneider
Den CO2 Ausstoß verringern_klimahelden

„Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.“ – die Definition nachhaltiger Entwicklung nach dem Brundtland-Bericht 1987.

 

In Zeiten, in denen insbesondere junge Generationen für den Klima- und Umweltschutz auf die Straße gehen, ist Klimaschutz keine Privatangelegenheit mehr, sondern sollte auch in der Wirtschaft verankert sein. CO2 Ausstoß verringern – was bedeutet das eigentlich für Unternehmen und deren Zukunft?

 

Bedeutung der Reduzierung des CO2 Ausstoßes

 

CO2-Emissionen zu verringern, ist ein essenzieller Beitrag zum Stoppen des Klimawandels. Dabei umfassen CO2-Emissionen häufig auch weitere Treibhausgasemissionen.

 

Neben CO2 tragen auch Methan und Lachgas zum anthropogenen Treibhauseffekt bei. Der Treibhauseffekt beschreibt das Phänomen, dass Gase Wärme absorbieren und die Wärme somit in der Erdatmosphäre halten. Dadurch erhöhen sich die Durchschnittstemperaturen auf der Erde.

 

Für einen Wandel in Richtung Klimaschutz müssen verbindliche Richtlinien getroffen werden, bei denen auch die Wirtschaft verpflichtet ist, Maßnahmen zur Verringerung des CO2-Ausstoßes zu ergreifen. Regelungen für mehr Klimaschutz sind bereits geplant, wie an der kommenden Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) zu sehen ist.

Welche Vorteile haben Unternehmen, die CO2-Emissionen reduzieren?
- Bindung von Mitarbeitenden

- Finanzielle Vorteile: Einsparung von Ressourcen, geringere Ausgaben im Bereich der CO2-Bepreisung

- bessere Finanzierungskriterien und Zinskonditionen bei Kreditinstituten

- Wettbewerbsvorteile: Bindung von Kund*innen mit Nachhaltigkeitssinn und Akquise von Neukund*innen vor anderen Unternehmen

- Attraktivitätssteigerung gegenüber weiteren Stakeholdern, die nachhaltig agieren

CO2-Emissionen reduzieren für Unternehmen – How To

 

Um den CO2-Ausstoß zu reduzieren, ist es zunächst eine Analyse notwendig, woher die Emissionen im Unternehmen stammen. Dafür benötigt es allerdings eine CO2-Bilanz. Am meisten CO2 einsparen lässt sich in den Bereichen:

 

– Verkehr

– Wärme

– Strom

– Produktion

– (Ab-)Wasser

 

Bislang war die Erstellung von CO2-Bilanzen – insbesondere für KMUs – mit hohen Kosten und viel Aufwand verbunden. Für seine Idee einer automatisierten Klimabilanz für KMUs erfuhr Serial Sustainable Entrepreneur Amir Roughani auf einem Kongress von Steuerberater*innen großen Zuspruch.

 

Amir Roughani hat seine Unternehmensgruppe VISPIRON bereits 2014 klimaneutral gestellt, was seitdem mit viel jährlichem Aufwand verbunden war. Die Geschäftsidee sollte diesem Problem Abhilfe schaffen und Amir Roughani ließ sich dazu motivieren, die Klimahelden zu gründen.

 

Doch die Klimahelden erstellen nicht nur eine einfache CO2-Bilanz. Klimahelden-Mitglieder erhalten konkrete Vorschläge für das Unternehmen mit Möglichkeiten, den CO2-Ausstoß zu verringern.

 

Außerdem helfen die Klimahelden dabei, unvermeidbare Treibhausgasemissionen direkt nach Erstellung der CO2-Bilanz zu kompensieren und vermitteln in ihrem Blog Wissen zum Klimawandel und zur Klimatransformation.

Geeignete Maßnahmen für Unternehmen, um den CO2-Ausstoß zu verringern
- Der Umstieg auf erneuerbare Energien

- Idealerweise die Installation einer eigenen Photovoltaikanlage

- Bereitstellung eines klimafreundlichen Fuhrparks und Förderung des ÖPNV

- Ermöglichung von Homeoffice

- Vegane und vegetarische Alternativen in der Kantine

- Geschäftsreisen durch Onlinemeetings ersetzen

- Nutzung klimafreundlicher Softwares/Clouds/etc.

- Die Erstellung einer Klimastrategie mit Hilfe der Klimahelden

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